Aktueller Stand meiner Verletzung 06.02.08
Liebe Fans und Freunde!
Seit meinem Achillessehnenabriss
sind nun schon wieder über zwei Monate vergangen und ich möchte euch über den
aktuellen Stand informieren….
Ich weiß nicht ob ihr es
mitbekommen habt, aber genau zehn Tage nach meiner ersten Operation habe ich mir
die Achillessehne noch mal abgerissen, so dass ich erneut operiert werden
musste. Mein Kopf war leider schon weiter als mein Fuß es zu diesem Zeitpunkt
war und so wurde ich mit einem Sturz auf der Treppe auf den Boden der Tatsachen
zurückgeholt. Im Nachhinein muss ich sagen, ist mir auch klar, warum es ein
zweites Mal passieren musste, und ich habe dadurch absolut nichts verloren, aber
an Erkenntnis gewonnen…..
Nachdem ich genau sechs Wochen
einen Gips hatte, einen so genannten Soft Cast, welchen ich jederzeit ablegen
konnte, bin ich nun seit vier Wochen mit einem Stiefel unterwegs. Von Anfang an
musste ich einen 2 cm Keil im Stiefel tragen und durfte mit 20 kg belasten, was
gar nicht so einfach war, da man viel zu ängstlich ist. Dann hieß es wöchentlich
den Keil um 0,5 cm zu reduzieren und gleichzeitig die Belastung zu erhöhen. Dies
verlief alles sehr gut und nun bin ich am Ende der vierten Woche angelangt,
trage noch einen 0,5 cm Keil im Stiefel und kann schon voll belasten. Die
Gehhilfen, auch Krücken genannt, brauche ich mittlerweile nicht mehr, was ein
super schönes Gefühl ist. Wenn man so eine Verletzung hat, kann ich euch sagen,
dass man sich über jeden Fortschritt und über jede Kleinigkeit so was von freut,
denn es zeigt, dass es voran geht. Und ich merke diese bei mir täglich…
Ein großer Schritt steht die Tage
bevor wenn es drum geht, wieder in normalen Schuhen zu gehen. Ich bin schon ganz
gespannt wie es sich anfühlt und wie ich mich vorwärts bewegen kann.
Am 22.01.08 habe ich mit der REHA in Duisburg begonnen, welche
supergut läuft. Ich fühle mich dort
so richtig wohl und bin in sehr guten Händen. Mit Britta und Uwe Schwarz
habe ich zwei super Therapeuten, die es einfach drauf haben und wissen, wie sie
mit Spitzensportlern umgehen müssen. Auf diesem Wege schon mal ein Dankeschön an
euch beiden und ich bin froh, dass ich die REHA bei euch machen darf! Weiter
so….
Was die REHA selber betrifft, so
fange ich bereits morgens um 7:30 Uhr mit dem Training an. Zuerst geht es auf’s
Fahrrad, danach steht Aufbautraining für die Beine an und im Anschluss
Gehübungen auf dem Laufband. Für das Training ist Uwe zuständig und danach geht
es dann zu Britta zur Behandlung. Dort wird mein Fuß durch bewegt, mobilisiert,
gekühlt, die Wade gelegentlich massiert, ich bekomme Strombehandlung und
Retterspitzumschläge. Und einen Kaffee gibt es selbstverständlich auch dazu…
:o)
Danach steht dann wieder Training
auf dem Programm, allerdings ist jetzt der Oberkörper dran. Im täglichen Wechsel
absolviere ich entweder Kraft- oder Ausdauertraining.
Und so verbringe ich gut fünf
Stunden in der VITA REHA und es macht mir sehr viel Spaß. Es tut einfach
verdammt gut, wenn man sich wieder bewegen und sich fit halten kann. Und wenn
man dann die Fortschritte sieht, dann weiß man ja auch, für was man es
macht.
Auch wenn ich zurzeit nicht
Badminton spielen kann, habe ich es mir nicht nehmen lassen für einen Tag bei
den Deutschen Meisterschaften in Bielefeld vorbeizuschauen. Ich war sehr froh,
dass ich da war, denn ich habe viele nette Leute getroffen, mit denen ich mich
mal wieder austauschen konnte. Gelegentlich habe ich auch ein paar Spiele
gesehen, aber ehrlich gesagt bin ich nicht so richtig dazu gekommen. Natürlich
haben mich fast alle gefragt, wann ich denn denke wieder auf dem Feld stehen zu
können. Und ich habe allen das gleiche geantwortet: Normalerweise dauert es fünf
bis sechs Monate bis das Gewebe von innen wieder richtig verheilt ist. Mein
Fokus ist momentan voll auf meinen Fuß gerichtet und ich werde abwarten wie es
sich entwickelt und dann sehen wie es mit mir und dem Badminton weitergeht…
Jedenfalls geht es mir trotz
meiner Verletzung sehr gut und ich nutze die Zeit mir schon mal ein paar
Gedanken über meine berufliche Zukunft zu machen. Ich habe auch schon einige
gute Ideen, die es nur noch gilt umzusetzen…
Langeweile kenne ich überhaupt
nicht und ich weiß immer was mit meiner Zeit anzufangen. Natürlich ist es eine
Umstellung, plötzlich nicht mehr so viel Rumzureisen, aber so habe ich auch mal
Zeit mich um die Person Nicole zu kümmern und nicht nur um die Sportlerin. Ich
denke es ist sehr wichtig, in so einer Zeit die positiven Dinge des Lebens zu
sehen und nach vorne zu schauen. Dazu fällt mir ein chinesisches Sprichwort ein:
„Fürchte dich nicht vor dem langsamen Vorwärtsgehen. Fürchte dich nur vor dem
Stehenbleiben“.
Durch die Verletzung habe ich
herausgefunden, dass ich auf dem richtigen Weg bin und davon lasse ich mich auch
nicht mehr abbringen. Denn: „DER WEG IST DAS ZIEL“.
Über meine weiteren Fortschritte
werde ich euch auf dem Laufenden halten und gelegentlich Fotos von meinem
REHA-Aufenthalt online setzen. Die ersten sind bereits on… :o)
Viel Spaß beim Stöbern auf meiner
Seite und eine schöne Zeit wünscht euch
Eure Nicole
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