Deutsche Meisterschaften in Bielefeld 30.01.-02.02.03
In diesem Jahr fanden die 51. Deutschen
Meisterschaften in Bielefeld statt. Wie in jedem Jahr habe ich mir im Vorfeld
ein Ziel gesetzt, nämlich sowohl im Einzel als auch im Doppel ganz oben dabei zu
sein.
Im Einzel, an zwei gesetzt, konnte ich die ersten
beiden Runden ohne große Mühe gewinnen, bevor ich im Viertelfinale zum ersten
Mal ins Schwitzen kam. Ich traf auf Claudia Vogelgsang, gegen welche ich im
zweiten Satz etwas ins Straucheln kam. Nachdem ich den ersten Satz hoch gewinnen
konnte, verlor ich im zweiten Satz die Konzentration u. machte plötzlich viele
leichte Fehler. Zum Glück konnte ich gegen Ende dieses Satzes wieder an die
Leistung vom ersten Satz anknüpfen u. in der Verlängerung gewinnen. Nun war das
Minimalziel Halbfinale erreicht, wo ich auf Katja Michalowsky traf. Nachdem ich
den ersten Satz verloren hatte, rückte das Finale plötzlich in weite Ferne.
Katja spielte sehr sicher u. machte kaum Fehler. Teilweise wusste ich überhaupt
nicht, was ich machen sollte. Es blieb mir nichts anderes übrig als zu kämpfen…
Mit dieser Einstellung konnte ich im zweiten Satz in Führung gehen u. diesen
nach langen Ballwechseln auch gewinnen. Ich steigerte mich im Vergleich zum
ersten Satz u. ich merkte wie mein Selbstvertrauen, dieses Spiel gewinnen zu
können, anstieg. Nun kam es zum dritten u. entscheidenden Satz, in welchem ich
schließlich die Oberhand behielt. Es war ein harter Kampf, welchen ich nach
genau 56 Minuten für mich entscheiden konnte. Erneut konnte ich das Finale bei
einer Deutschen Meisterschaft erreichen, worüber ich sehr stolz war…
Doch leider lief das Finale alles andere als gut für
mich. Wie schon in den beiden Jahren zuvor hieß meine Gegnerin Petra Overzier.
Leider war ich an diesem Tag nicht in der Lage, ich hatte bereits 8 Spiele in
den Knochen, bei dem Tempo meiner Gegnerin mitzuhalten. Da es bereits mein
9.Spiel bei diesem Turnier war u. ich mich am Tage zuvor bei den Viertel- u.
Halbfinalspielen völlig ausgepowert habe, hatte ich nicht wirklich viel
entgegenzusetzen, was ich ziemlich schade fand. Schließlich ging es ja um einen
Titel…
Nach dem verlorenen Einzel-Finale hatte ich ja noch
die Chance im Doppel den Titel zu gewinnen. Wie schon im Einzel gewann ich mit
meiner Partnerin Juliane Schenk die ersten Runden souverän, ehe wir im
Viertelfinale auf Claudia Vogelgsang u. Anja Weber trafen. Wir gingen sehr
konzentriert in dieses Spiel u. konnten souverän in zwei Sätzen gewinnen. Auch
hier war das Halbfinale erreicht, wo wir auf Steffi Müller u. Michaela Peiffer
trafen. Da wir beide vom Einzel-Halbfinale etwas müde waren, Juliane spielte
ebenfalls über eine Stunde, wussten wir, dass dies ein sehr hartes Spiel werden
würde. Und so war es dann auch… Wir wirkten beide durch die Müdigkeit sehr
unkonzentriert was zur Folge hatte, dass wir den ersten Satz abgaben. Im zweiten
Satz konnten wir uns dann etwas besser konzentrieren u. durch ständiges
gegenseitiges anfeuern konnten wir diesen Satz nach hartem Kampf gewinnen. Im
Entscheidungssatz war das Spiel sehr ausgeglichen, doch am Ende waren wir
konditionell im Vorteil u. konnten glücklich gewinnen. Nun war auch hier das
Finale erreicht. Juliane u. ich waren froh, dass wir das Spiel noch gewinnen
konnten u. dass dieser Tag ein Ende hatte.
Wie schon im Einzel lief es auch an diesem Tag im Doppel nicht. Somit konnte ich im
Doppel meinen Titel nicht verteidigen, sondern ich musste Carina Mette u. Katrin
Piotrowski den Vorrang lassen. Auf ein Neues im nächsten
Jahr…
Abschließend kann ich sagen, dass ich mit meinem
Abschneiden bei der diesjährigen Meisterschaft zufrieden war. Selbstverständlich
hätte ich gerne einen Titel gewonnen, aber es sollte eben nicht sein.
Für die Zukunft hoffe ich jedoch, dass die Spiele
etwas anders aufgeteilt werden, so dass die Viertel- u. Halbfinalspiele nicht
unbedingt an einem Tag ausgetragen werden. Meiner Meinung nach sind dadurch
Spieler u. Spielerinnen, welche in zwei Disziplinen erfolgreich sind,
benachteiligt.
Von meinem nächsten Turnier, den All England Open,
werde ich in Kürze berichten.
Bis bald!
Eure Nicole
|