Indonesia Open in Batam 26.-31.08.03
Nachdem wir die Tage in Singapur gut überstanden
hatten, ging es mit der Fähre nach Batam, wo die Indonesien Open stattfanden.
Trotz der z. Zeit unruhigen Lage in Indonesien ließen wir uns nicht davon
abhalten das Turnier zu spielen. Wir hatten vor Ort Polizei- u. Militärschutz,
so dass man keine Angst vor möglichen Anschlägen haben musste. Allerdings wurden
wir vor Ort gewarnt nicht alleine auf die Straßen zu gehen, da dies zu
gefährlich sei. Wir waren auch nur vier Tage dort, so dass wir keine Zeit hatten
irgendwas zu unternehmen.
Über meine Auslosung im Einzel konnte ich mich dieses
Mal wirklich nicht beklagen. Zum dritten Mal spielte ich in der ersten Runde
gegen Tatjana Vattier aus Frankreich. Zuvor konnte ich in Spanien u. Südafrika
gegen sie gewinnen. Auch dieses Mal hatte ich sie im Griff u. gewann in zwei
Sätzen. Noch am selben Tag fand die zweite Runde statt, wo ich auf Koon Wie che
aus Hongkong traf. Ich hatte noch nie zuvor gegen sie gespielt, aber ich wusste,
dass sie eine gute Spielerin ist. Von Anfang an bestimmte ich das Spiel u. ich
hatte nie das Gefühl, dass ich es verlieren könnte. Ich fühlte mich super, habe
fast keine Fehler gemacht u. merkte dass meine Gegnerin ziemlich müde wirkte. So
ging ich über lange Ballwechsel u. konnte souverän 11-2 u. 11-3 gewinnen. Vom
Gefühl her würde ich sagen, dass dies eines meiner besten Spiele war. Nun war
ich also im Achtelfinale der Indonesien Open, wo ich erneut auf meine
Lieblingsgegnerin Yonekura aus Japan traf. Nachdem ich bei der WM nur knapp in
drei Sätzen verloren hatte war ich gespannt, wie ich mich dieses Mal gegen sie
schlagen werde. Bei der WM habe ich gesagt, dass sie irgendwann mal fällig sei,
doch ob dies der richtige Zeitpunkt war sollte sich zeigen. Ich fing stark an,
führte 4-1, ehe ich dann stark nachließ. Ich fühlte mich nicht spritzig genug u.
konnte dieses Mal die langen Ballwechsel nicht selbst bestimmen. Und so verlor
ich den ersten Satz 5-11. Auch im zweiten Satz hatte ich nicht die nötige Power
dem Spiel meiner Gegnerin entgegezusetzen u. verlor wieder 5-11. Trotz allem war
es kein schlechtes Spiel von mir, es waren wie immer lange Ballwechel, ich
kämpfte, aber leider vergebens…
Im Doppel spielten wir gegen Qualifikanten u.
selbstverständlich gegen das beste Paar aus der Qualifikation, Eny Erlanga u.
Yuliana Natsir aus Indonesien. Wir spielten einen richtig guten ersten Satz u.
konnten diesen 15-10 gewinnen. Wir fühlten uns eigentlich recht gut, doch dann
hatten wir plötzlich keine Chance mehr gegen die Indonesier. Wir mussten uns
sowohl im zweiten als auch im dritten Satz recht deutlich geschlagen geben. Ich
weiß nicht ob es daran lag, dass wir beide kurz vor dem Doppel Einzel spielen
mussten u. vielleicht in Gedanken schon beim nächsten Einzel waren. Es war
wiederum keine schlechtes Spiel von uns, doch man hat eben wieder mal gesehen,
dass man nichts geschenkt bekommt, sondern sich alles hart erkämpfen muss.
Die dritte u. letzte Station unsere Asientour war
Malaysia. Wie es dort lief erfahrt Ihr im nächsten
Bericht.
Bis dann…
Eure Nicole
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