Malaysia Open in Kota Kinabalu 02.-07.09.03
Nachdem wir bereits zwei Wochen in Asien unterwegs
waren, war unsere letzte Station Kota Kinabalu, ein wunderschönes Urlaubsgebiet.
Wir trauten unseren Augen nicht als wir im Hotel eintrafen. Eine riesige
Urlaubsanlage mit fünf Pools, vielen unterschiedlichen Restaurants,
Fitness-Centern u. sogar einer eigenen Badmintonhalle, wo wir dann auch täglich
trainieren konnten. Doch bis das Turnier losging trainierten wir fleißig u.
konzentrierten uns voll u. ganz auf das Turnier. Auch dieses Mal war die
Auslosung in beiden Disziplinen ganz okay u. ich konnte mich nicht beklagen. Im
Doppel hatten wir erneut Qualifikanten u. ohne hin zuschauen wussten wir, dass
es bestimmt wieder die Indonesier sein werden, gegen welche wir in Indonesien
verloren hatten. Und tatsächlich… Doch dann haben im Hauptfeld zwei Paarungen
abgesagt u. so kam es, dass die Indonesier ins Hauptfeld rutschten u. keine
Qualifikation spielen mussten. Da waren wir erstmal froh u. hatten somit mal
wieder das Vergnügen gegen Japaner zu spielen. Wie immer gegen Japaner war das
Spiel von langen Ballwechseln geprägt, welche wir glücklicherweise meistens
gewinnen konnten. Wir gewannen den ersten Satz 15-9 u. im zweiten Satz hatten
unsere Gegner dann nichts mehr entgegen zu setzen u. wir gewannen verdient 15-1.
Somit war nach den Erstrundenniederlagen in Singapur u. Indonesien das
Achtelfinale der Malaysia Open erreicht, wo wir auf die WM-Dritten
Olsen/Jörgensen aus Dänemark trafen. Wir spielten einen richtig guten ersten
Satz, wobei die Dänen am Satzende sicherer waren. Wir verloren 12-15 u. statt
dass wir uns über diesen guten ersten Satz gefreut hätten wirkten wir
frustriert. Und so machten wir direkt am Anfang des zweiten Satzes viele
einfache Fehler u. die Dänen zogen davon. Ausschlaggebend dafür war aber auch
unsere körperliche Verfassung. Ich hatte den ganzen Tag schon mit Schnupfen u.
Gliederschmerzen zu kämpfen während Juliane kurz vor dem Doppel noch Einzel
spielen musste u. im zweiten Satz einfach müde wurde. Diesen Satz verloren wir
dann 3-15. Doch wenn man den ersten Satz betrachtet kann man sehen, dass wir von
den Top 10 Doppeln nicht allzu weit weg sind. Auch dies lässt zu Hoffen
übrig….
Im Einzel spielte ich gegen Aparna Popat aus Indien.
Schon beim Aufwärmen merkte ich, dass mir jede Bewegung schwer fällt, was darauf
zurückzuführen war, dass ich mich körperlich nicht wohl fühlte. Mich plagte ein
Schnupfen u. der ganze Rücken war verspannt, so dass ich ohne Aspirin nicht
spielen konnte. Auf dem Feld stand ich völlig neben mir u. spielte wie in
Trance. Am liebsten wäre ich vom Feld gegangen, aber der Ehrgeiz siegte u. ich
versuchte das Beste daraus zu machen. Ich konnte mich nicht konzentrieren u.
spielte total doof, so dass es für meine Gegnerin zu einfach wurde. Ich hatte
nicht einmal die Energie mich anzufeuern. Ich verlor den ersten Satz 11-6 u.
konnte zu meiner Überraschung den zweiten Satz 11-8 gewinnen. In der Pause sagte
ich zum Bundestrainer, dass ich völlig fertig sei u. mich nicht bewegen könne.
Er sagt nur ich solle mental stark sein u. kämpfen. Wenn aber der Körper nicht
will, ist das verdammt schwierig. Und so kam es. dass im dritten Satz absolut
gar nichts mehr ging u. ich 0-11 verlor. Schade, denn wenn ich mich so gut
gefühlt hätte wie die zwei Wochen zuvor, hätte ich sie bestimmt schlagen können.
Wenn, wenn, wenn….
Abschließend kann ich sagen, dass die Asientour mir
sehr viel gebracht hat, sowohl an Punkten als auch an Spielpraxis u. Erfahrung,
so dass ich voller Zuversicht auf die nächsten Turniere blicken kann.
Zeit zum Erholen bleibt kaum, da die Dutch Open
bereits vom 16.-21.09. in Den Bosch stattfinden. Am 21.09. startet außerdem die
Bundesliga in die neue Saison, wo ich mit meinem Verein EBT Berlin in
Friedrichshafen antrete.
Ich werde Euch auf dem Laufenden halten u. würde mich
freuen, wenn Ihr ab u. zu mal auf meiner Homepage
vorbeischaut.
Bis dann…
Eure Nicole
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