Danish Open in Arhus 23.-28.09.03
Nachdem die Dutch Open nicht so gut verliefen, hoffte
ich auf eine Leistungssteigerung in Dänemark. Doch ich musste akzeptieren, dass
es nicht bergauf sondern weiter bergab ging. Ist ja eigentlich auch kein Wunder
wenn man keine Pause hat…
Nichts desto trotz versuchte ich mich in meinem
Einzel gegen Julia Mann (England) nicht hängen zu lassen u. alles zu geben was
zu diesem Zeitpunkt möglich war. Wäre ich nach langen Ballwechseln nicht so müde
geworden, ich hatte das Gefühl als wäre mein ganzer Körper übersäuert bzw.
ausgepowert, hätte ich das Spiel gewinnen können. Doch es sollte nicht sein. Ich
versuchte alles aber die letzten 10 Prozent fehlten einfach. So verlor ich auch
hier in zwei knappen Sätzen in der ersten Runde. Das kratzt auf der einen Seite
schon ein wenig am Selbstbewusstsein, aber auf der anderen Seite muss man sich
eingestehen, dass einfach nicht mehr drin ist. Der Kopf ist willig, die
Einstellung stimmt, doch der Körper ist müde u. schlapp.
Am nächsten Tag mussten wir im Doppel gegen eine
dänisch-russische Paarung ran, welche sich durch die Qualifikation gekämpft hat,
um dann gegen uns zu spielen. In normalem Zustand würde ich sagen, dass wir
dieses Spiel gewinnen müssen. Doch wie vermutet spielen die Gegner dann immer
noch mal ein bisschen besser, wenn man selbst nicht so in Form ist. Es kommt
einem zumindest so vor. Es war ein sehr ausgeglichenes Spiel u. im Vergleich zu
Holland hatten wir auch unsere negative Einstellung besser im Griff. Allerdings
war eine gewisse Unsicherheit zu sehen, was uns dann auch den ersten Satz
kostete. Wir verloren 12-15 u. hatten eigentlich ganz okay gespielt. Im zweiten
Satz ging es ausgeglichen weiter u. am Ende hatten wir beim Stande von 16-14
Satzball. Leider konnten wir diesen nicht nutzen u. machten hingegen drei
einfache Fehler. Wir verloren auch diesen Satz mit 16-17. Nach dem Spiel waren
wir total enttäuscht u. konnten es nicht fassen wieder so ein Spiel, dass man in
guter Verfassung gewinnen sollte, verloren zu haben.
Nun war auch dieses Turnier mit zwei
Erstrunden-Niederlagen vorüber u. man fuhr müde, leer, ausgepowert u. enttäuscht
nach Hause. Auch dieses Mal blieb keine Zeit zum Erholen, da der
2.Bundesligaspieltag auf dem Programm stand. Wenigstens hatten wir ein
Heimspiel, so dass uns jegliche Fahrerei erspart blieb. Wir erwarteten
Lüdinghausen in Berlin. Wir fingen stark an u. ließen dann genauso stark nach…
Am Ende hieß es 2-6 u. ich war ziemlich traurig bzw. enttäuscht, dass ich keinen
Punkt beisteuern konnte. Aber mein körperlicher Zustand verschlechterte sich von
Tag zu Tag u. ich konnte mich aufgrund starker Rückenschmerzen kaum bewegen. Für
einen Verein ist es bestimmt ärgerlich wenn die Topspieler völlig platt u. müde
zu den Bundesligaspielen anreisen, aber bei dem derzeitigen Pensum bleibt dies
eben nicht aus. Schließlich sind wir ja keine Maschinen….
In zwei Tagen geht es schon wieder weiter zu den
German Open nach Duisburg. Trotz meiner schlechten Verfassung werde ich das
Turnier noch mitnehmen u. das Beste daraus machen. Ich werde in Kürze darüber
berichten… Bis dann,
Eure Nicole
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