Thailand Open in Bangkok 28.03.-03.04.05
Nach längerer Zeit stand mal
wieder eine Asientour auf dem Programm, wo es darum ging Punkte für die
Weltrangliste zu sammeln. Vielleicht hat man ja noch eine Chance für die im
August in Los Angeles stattfindende Weltmeisterschaft einen Setzplatz zu
erspielen, was natürlich eine gute Ausgangsposition wäre.
Unser erster Stop war in Bangkok.
Wie bereits zwei Wochen zuvor bei den Swiss Open traf ich auch hier im Einzel
wie gehabt gegen die an eins gesetzte u. Weltranglistenzweite Pi Hongyang aus
Frankreich. Nicht das man von Anfang an chancenlos wäre, nein, ganz u. gar
nicht, aber Fakt ist, das sie einfach stärker ist. Man muss gegen solche Spieler
von Beginn an klar sein, ist der Fokus allerdings nicht klar, dann wird es
schwierig. Ich lieferte wieder ein ganz gutes Spiel ab, aber von einem Sieg war
ich wie schon in Basel weit entfernt. Es ärgert u. demotiviert mich einfach,
wenn ich bei jedem Turnier eine gesetzte Spielerin vor die Nase gesetzt bekomme.
Zufallsgenerator hin, Zufallsgenerator her, langsam glaube ich da nicht mehr
dran. Das Beste wird dann wohl sein, einfach mal eine gesetzte Spielerin zu
schlagen. Wenn das nur immer so leicht wäre…
Im Doppel versprach das Turnier
aufgrund unseres Setzplatzes erfreulicher zu werden. Unsere Erstrundengegner aus
Dänemark waren nicht da, so dass wir kampflos eine Runde weiter waren. Im
Achtelfinale trafen wir dann auf das beste Doppel aus Hongkong. Wir führten in
beiden Sätzen hoch, ließen die Gegner dann noch mal ran kommen, ehe wir den Sack
zu machten u. in zwei knappen Sätzen gewinnen konnten. Nun standen wir mal
wieder im Viertelfinale eines Grand Prix Turniers, wo wir auf die Swiss Open
Sieger Lee/Lee aus Korea trafen. Wir konnten sehr gut mithalten u. lange
Ballwechsel prägten das Spiel, doch ab einem gewissen Punkt merkte man einfach,
dass die Koreanerinnen dieses hohe Niveau gewohnt sind u. wir eben nicht. Nach
ca. 1h Gegenwehr haben wir das Spiel 8-15 u. 4-15 verloren, konnten aber mit
unserer Leistung sehr zufrieden sein.
Das Turnier hat uns gezeigt, dass
wir bei den Top-Doppeln mitspielen können, ein Sieg aufgrund fehlender
Voraussetzungen aber eher unrealistisch ist.
Ansonsten war es in Bangkok sehr
warm, was in der Trainingshalle dazu führte, dass vor lauter Schwitzen das Feld
unter Wasser stand. Es war einfach nur unglaublich heiß, so dass das Training
schon mal zur Qual werden konnte. Bei diesen extremen Temperaturen lässt es sich
dann doch besser am Pool aushalten… :o)
Neben dem Training u. den Spielen
blieb noch genügend Zeit zum shoppen, wozu Bangkok geradezu einlädt.
Von hier aus geht es weiter zu
den Japan Open nach Tokio, dem prestigeträchtigsten Turnier der Welt. Wie es
dort lief könnt ihr unmittelbar nach dem Turnier erfahren. Schaut einfach wieder
vorbei!
Bis bald…
Eure Nicole
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