Japan Open in Tokio 04.04.-10.04.05
Von Bangkok dauerte es noch mal 6h um nach Tokio zu kommen u. so ging ein
ganzer Tag durch die Reise verloren. Nichts desto trotz hatte ich aus den
letzten zwei Jahren sehr gute Erinnerungen an die Japan Open u. hoffte auf ein
ähnlich gutes Abschneiden in diesem Jahr... Im Doppel trafen wir auf die
engl. Paarung Hallam/Munt, welche sich in der Qualifikation durchsetzen konnte.
Sie erwiesen sich von Anfang an als sehr unangenehme Gegner, zu einem wegen der
Rechts-Links-Kombination, zum anderen wegen des untypischen Spielstils von
Hallam. Als Top 10 Einzelspielerin erwies sie sich in diesem Spiel als beste
Doppelspielerin u. machte uns das Leben schwer. Nach langen Ballwechseln u. viel
Kampf konnten wir den ersten Satz gewinnen, doch die Engländerinnen hielten auch
im zweiten Satz dagegen u. wehrten einige Matchbälle ab. Durch ein paar kleine
Unstimmigkeiten am Ende des Satzes brachten wir uns selber raus u. verloren
diesen mit 15:17. Im dritten Satz zogen uns die Engländerinnen recht schnell
davon u. wir rannten ihrem Vorsprung den ganzen Satz über hinterher. Schließlich
reichte es nicht mehr sie einzuholen u. so war wie schon in den vergangenen
beiden Jahren in der ersten Runde Endstation. Nicht das wir schlecht gespielt
hätten, nein ganz im Gegenteil, ich denke es fehlte einfach die gewisse
Lockerheit u. die Freude am Spiel. Bisher war der Turnierverlauf hier in
Tokio immer derselbe für mich. Im Doppel raus u. dann volle Energie ins Einzel.
Wie wenn ich es geahnt hätte traf ich im Einzel zum dritten Mal in Folge bei
diesem Turnier auf die an sechs gesetzte u. Thailand Open Siegerin Yao Yie aus
Holland. Vor zwei Jahren konnte ich sie am gleichen Ort in der ersten Runde
schlagen u. letztes Jahr im Achtelfinale, was mir den Einzug ins Viertelfinale
bescherte. Doch von dieser Energie war am nächsten Tag nicht wirklich viel zu
sehen. Ich hatte schon beim Aufwärmen nicht das Gefühl, dass ich Bäume ausreißen
könnte, aber das kann ja manchmal auch täuschen. Trotz allem war mein Ziel lange
Ballwechsel zu spielen, um Yao Yie müde zu machen. Doch dies gelang mir
überhaupt nicht, da ich kein richtiges Timing für die Schläge fand u. dadurch
zuviel Energie für die Ausführung des Schlages aufbringen musste. Kam dann mal
ein langer Ballwechsel zustande, machte ich meistens die Fehler, oder wenn ich
einen guten Ball spielte, dann kam von Yie immer ein besserer zurück. Es war
einfach zum Verzweifeln u. schon bald merkte ich, dass ich heute nicht im Stande
war meine Vorjahressiege zu wiederholen. Während ich im ersten Satz wenigstens
noch 3 Punkte bekam, gab es im zweiten Satz die "Höchststrafe". Das war schon
hart aber ich denke ich weiß für mich woran es lag u. nun gilt es für mich
diesen Punkt zu analysieren. Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich über
das Abschneiden in Tokio schon ziemlich enttäuscht bin, das Turnier mir aber
gleichzeitig eine Erkenntnis gebracht hat. Wie es weitergeht werdet ihr in
Kürze erfahren...
Bis denne..
Eure
Nicole
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